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Positionspapier: Gender Mainstream

Positionspapier: Gender Mainstream

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– Gender Mainstream –

Ein Angriff auf christliche Werte und gesellschaftliche Grundprinzipien

 

AUFBRUCH C ist eine Partei, die von Christen getragen wird und deren Position sich aus einer christlichen Verantwortung heraus ergibt.

 

Jeder Mensch, unabhängig von Nationalität, Religion, Sozialstatus oder Geschlecht muss von uns als Geschöpf Gottes gleichberechtigt angenommen werden. Das heißt nicht nur, auch Menschen, die nicht unbedingt unseren Vorstellungen entsprechen zu akzeptieren, sondern sie zu lieben. Menschen, welche Ausprägung sie auch immer haben, müssen uns grundsätzlich wichtig sein.

 

Annahme heißt allerdings nicht, dass Christen alles akzeptieren was sie tun, welchen ethischen Grundsätzen sie folgen oder welchen Lebensentwurf sie haben. Der Maßstab Gottes, den wir weiterhin als entscheidend für eine gesellschaftliche Grundordnung halten, ist besonders in dieser Frage für uns richtungsweisend. Unsere Beziehungen zueinander und Gottes Gebote stehen in einem unmittelbaren Zusammenhang. Dabei ist es wichtig klarzustellen, dass die Annahme des Mitmenschen und die gleichzeitige Ablehnung seines Tuns in keinem Widerspruch steht.

 

Im Artikel 3 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland ist der Gleichheitsgrundsatz aller Menschen deutlich und unmissverständlich formuliert. Dennoch war es unseren Politikern wichtig, einen Leitfaden zur Implementierung und Umsetzung von Gender-Mainstreaming herauszugeben (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend). Der Leitfaden wendet sich an die politischen Akteure und hat die Intention „Gender Mainstreaming als systematischen integrierten geschlechtersensiblen Handlungsansatz für alle Interventionen, in allen Phasen, unter Beteiligung aller Akteure zu implementieren.“

 

Was bedeutet der Begriff Gender?

Unter Gender ist die „Geschlechtsidentität des Menschen als soziale Kategorie (z. B. im Hinblick auf seine Selbstwahrnehmung, sein Selbstwertgefühl oder sein Rollenverhalten)“ (Duden) zu verstehen. Damit ist nicht der biologische Geschlechtsunterschied (Sex) formuliert. 1975 hat die Ethnologin Gayle Rubin das Sex-Gender-System eingeführt. Auf der 4. Weltfrauenkonferenz 1995 wurde der Begriff Gender-Mainstreaming als Strategie zur europäischen Gleichstellungspolitik festgeschrieben. Nachfolgend entstanden, durch diese feministische Bewegung angestoßen, erste Studiengänge für Gender Studies an verschiedenen Universitäten.

 

Als Gender-Ziele werden genannt:
  1. Gleiche wirtschaftliche Unabhängigkeit
  2. Gleiches Entgelt für gleiche und gleichwertige Arbeit
  3. Gleichstellung in Entscheidungsprozessen
  4. Schutz der Würde und Unversehrtheit
  5. Gleichstellung in der Außenpolitik
  6. Querschnittsfragen (Geschlechterrollen, Rechtslage, Governance)

(Agentur für Gleichstellung im Europäischen Sozialfonds)

 

Ziele, die durchaus von jedem Bürger mitgetragen werden können. Doch die Regierenden wollen mehr. Sie greifen in die Kinderstuben, sie greifen nach dem Erziehungsrecht der Eltern! So ist in dem Bildungsplan für Kitas des Landes Baden-Württemberg zu lesen:

 

„Geschlechterunterschiede sind nicht nur biologisch determiniert, sondern finden sich auch in sozialisierten Rollen. Erwachsene Vorbilder haben einen unmittelbaren Einfluss, ebenso die in der medialen Welt vermittelten Rollenzuschreibungen. Für die Erzieherin heißt das, dass sie sich ihrer eigenen Geschlechtlichkeit und Rolle bewusst sein muss. Geschlechterbewusste Erziehung bedeutet, Unterschiede nicht zu negieren, die Beschäftigung mit der eigenen Körperlichkeit zuzulassen, die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Rollenerwartungen zu ermöglichen und das Mädchen und den Jungen in den Bereichen zu unterstützen, in denen sie aufgrund der sozio-kulturellen Erwartungen eingeschränkt sind.“

(Wechselspiel – Institut für Pädagogik & Psychologie, Zusammengestellt von Dr. Tim Rohrmann)

 

Kinder sollen sich ihrer „Zweigeschlechtlichkeit“ bewusst werden, sie sollen zu „neuen Menschen“ umerzogen werden. Ein Geschlecht, dass durch den Schöpfungsakt gegeben ist muss erfahren und erlernt werden!?

 

Hirnforscher haben schon im letzten Jahrhundert festgestellt, dass das Gehirn einer Frau und das eines Mannes signifikante Unterschiede aufweist. Die Verknüpfungen innerhalb der Gehirnhälften sind unterschiedlich, was zu unterschiedlichen Fähigkeiten führt.

(Proceedings of the National Academy of Sciences)

 

Proteste und Petitionen von vielen tausend Bürgern, (in Europa ca. 1 Million) haben nicht dazu geführt, die Implementationspläne aufzugeben. Stattdessen solidarisieren sich Politiker mit den Gegendemonstranten (Hannover 2014), die häufig durch unqualifizierte und beleidigende Ausrufe auffallen. Menschen, die sich gegen die Gender-Ideologie wenden, werden häufig als konservative Fundamentalisten oder getarnte Rechte bezeichnet. Jedoch führen diese Diffamierungen nicht weiter und lösen kein Problem. Politiker und Wissenschaftler, die die Genderimplementation besonders vorantreiben, finden sich i. d. R. im linken Lager der etablierten Parteien.

 

Worin liegt die Wurzel dieser Entwicklung?

„An die Wurzeln, eigentlich an das Wurzelgeflecht, gelangt man, wenn man die Kerninhalte an Schlüsselwörtern, wie Sexualität, Gleichheit, Revolution, Gesellschaftsveränderung, Freiheit, Befreiung, Vielfalt, Pluralismus oder Rollenbilder und neuer Mensch festmacht. Oder wenn man das Repertoire der verwendeten Verben auflistet: kämpfen, bekämpfen, dekonstruieren, aufbrechen, abschaffen, ausmerzen. Welch immenses Aggressionspotential wird durch diese Diktion sichtbar! Die sonst in politischen Reden ständig präsenten Wörter Dialog, Respekt oder Toleranz sind nur Maske, um ein hässliches Gesicht zu verbergen. Auch das Fehlen des Gottesbegriffs ist ein wichtiger Hinweis.“ (Dr. Edith Pekarek)

 

Statt Gleichberechtigung geht es den Gender-Ideologen um das Gleichmachen der Geschlechter. Wenn dieser Schritt gelungen ist, können Menschen beliebiger benutzt werden, ohne sich mit ihrer geschlechtlichen Identität auseinandersetzen zu müssen. Dabei wird die gottgewollte Andersartigkeit von Mann und Frau und die sich daraus ergebenden positiven Ansätze bewusst vernichtet. Prof. Manfred Spreng spricht von einem „nie dagewesenen Umerziehungsprozess, der jedes Bewusstsein für die Mann/Frau-Matrix langfristig löschen will“.

 

Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.

1. Mose 1, 27

 

Atheisten wollen diese biblische Aussage nicht akzeptieren. Und dennoch gehört sie, wie viele andere auch, noch heute zu den Grundfesten unserer Gesellschaft. Letztlich ist auch Gender Mainstream ein Versuch, die christlichen Werte abzuschaffen, christliche Werte, die der Gesellschaft und jedem Einzelnen erst wirklichen Halt geben können. Etwas, woran man sich orientieren kann. Auf dem Weg jedem alles zuzugestehen verwischen letztlich klare Grenzen.

 

AUFBRUCH C setzt sich für Familien ein, die aus Vater, Mutter und Kindern besteht. Diese Familien sind in besonderer Weise zu fördern und unterstützen. Andere Lebensentwürfe sind zu tolerieren aber nicht aus biblisch-christlicher Perspektive zu akzeptieren oder gar zu fördern.

 

AUFBRUCH C im November 2018

 

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Beitragsbild oben: © pexels.com / Magda Ehlers