Schlagwort: deutsche Partei

Sind wir wirklich ein Sozialstaat?

Sind wir wirklich ein Sozialstaat?

Der Staat verdient am Ehrenamt – das darf nicht sein!

Mir wurde vor kurzem eine Geschichte erzählt die ich kaum glauben konnte. Ein Steuerberater hat dies dann jedoch bestätigt. Eine Hausfrau, die sich sozial stark engagiert, aber nicht berufstätig ist, hat sich auf eigene Kosten als begleitende Seelsorgerin ausbilden und zertifizieren lassen. Dies, um ehrenamtlich seelisch/psychisch angeschlagene Menschen mit Rat & Tat zu begleiten. Davon gibt es ohnehin viel zu wenige Menschen. In der gemeinsam mit ihrem Mann erstellten Steuererklärung wollte sie zumindest die Ausbildungskosten steuerlich geltend machen. Da musste sie allerdings erfahren, dass dies nur für Menschen möglich ist, die mit dieser Ausbildung auch erwerbstätig sein wollen. Also mit der Ausbildung Geld verdienen.

Ehrenamtlich begleitende Seelsorger schauen dagegen in die Röhre und werden steuerlich abgestraft. Das gleiche erfuhr ich auch noch in einem zweiten Fall, ein Fussballtrainer liess sich ausbilden um eine Jugendmannschaft trainieren zu können. Auch hier galt: nicht abzugsfähig! Weil er als Trainer nicht bezahlt wird.

Meine Meinung dazu: der Staat muss das Ehrenamt auch wirklich ehren, dadurch, dass er Anreize gibt und dies unterstützt. In vielen Bereichen übernehmen ehrenamtlich arbeitende Menschen schon Aufgaben die den Staat entlasten. Jeder, der einen ehrenamtlichen Dienst tut sollte belohnt werden. Und nicht, wie in diesen Fällen, auch noch bestraft!

Sie kennen ähnliche Fälle? Schreiben Sie uns an info@aufbruch-c.de – wir wollen hier gerne dranbleiben und uns dafür einsetzen, dass solche soziale Ungerechtigkeit gestoppt wird.

Claus Preuss für

AUFBRUCH C

 

Andreas Epp bei der „Langen Nacht der Kunst“ in Detmold

Andreas Epp bei der „Langen Nacht der Kunst“ in Detmold

Andreas Epp besuchte zusammen mit Heinrich Zertik und dem Bürgermeisterkandidaten für Lage, Dr. Stefan Everding, am 1. Juni die Sonderausstellung von Jakob Wedel im Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte. Eine sehr gelungene Veranstaltung.
Es gab im Anschluss einen regen Austausch mit den Besuchern, zu dem auch ein schmackhaftes, typisch russisches Gericht („Plow“), gereicht wurde.
Über die Frage, ob „Robo-Eltern“ Steuern zahlen sollten…

Über die Frage, ob „Robo-Eltern“ Steuern zahlen sollten…

In Kalifornien fahren die autonomen Fahrzeuge schon auf den Straßen. Lastwagen werden sehr wahrscheinlich in naher Zeit auch ohne die Fahrer auskommen. Der Taxi-Dienstleister Uber arbeitet fieberhaft an der Entwicklung von Taxis ohne Fahrer. Ganze Fabrikhallen produzieren PKWs mit nur wenigen Menschen als Service-Techniker.

Robo-Kuscheltiere besänftigen alte Menschen in Altersheimen. Google, Tesla und andere Daten- und Tech-Giganten erwirtschaften zunehmend mehr und mehr Geld ohne Menschen dafür zu brauchen. China bestellt in Japan Millionen von Robo-Maschinen, da selbst dort die menschliche Arbeit teurer und unzuverlässiger geworden ist als das menschliche Pendant. Die kleinen Imbiss-Buden in Asien sind eigentlich ein Inbegriff der Kultur dort und bedeuten Arbeit für sehr viele Menschen. Andererseits kochen mittlerweile schon Roboter in Food-Restaurants das Essen und Roboter liefern es an den Tisch.

Trecker fahren in den USA automatisch über Quadratkilometer von relativ leblosen Monokulturen, die zudem noch mit Tonnen an Pestiziden behandelt werden. Die Nachrichten berichten von weitgehendem Artensterben in der Tierwelt. Ölkonzerne und Automobilkonzerne verdienen trotz sehr wahrscheinlich zu erwartenden Klima-Konsequenzen lieber Geld anstatt verantwortlich und nachhaltig zu handeln.

Weil man also mit Geld Maschinen kaufen kann, die dann fast ohne Menschen zu brauchen noch mehr Geld erwirtschaften, ist zu erwarten, dass sich die Schere zwischen Arm und Reich noch weiter aufspreizen wird als es jetzt schon der Fall ist.

Da die Entwicklung auf der anderen Seite auch positive Aspekte besitzt, wenn die Gewinne in die Gemeinschaft in angemessener Weise zurückfließen, sollte die Politik Rahmenbedigungen setzen, die den sozialen Aspekt der Marktwirtschaft klarer hervortreten lassen.

Wir stellen einmal ein paar Fragen auf, die jeder für sich selbst beantworten mag.

  • Tragen Gewinne aus maschineller Fertigung dem Sozialsystem zu ?
  • Sollten ertragreiche Finanztransaktionen angemessen besteuert werden ?
  • Sollten Gewinne aus „digitaler Produktion“ angemessen besteuert werden ?
  • Sollte man sich über die Erträge freuen, um sie zum Beispiel für eine würdigere Bezahlung von mehr Pflegekräften zu verwenden ?

Denn bei allem Fortschritt muss die Wirtschaft und Politik eines dringend beherzigen: der Mensch steht im Mittelpunkt!

Dr. Ditmar Teschke für AUFBRUCH C