Schlagwort: Aufbruch C

Andreas Epp bei der „Langen Nacht der Kunst“ in Detmold

Andreas Epp bei der „Langen Nacht der Kunst“ in Detmold

Andreas Epp besuchte zusammen mit Heinrich Zertik und dem Bürgermeisterkandidaten für Lage, Dr. Stefan Everding, am 1. Juni die Sonderausstellung von Jakob Wedel im Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte. Eine sehr gelungene Veranstaltung.
Es gab im Anschluss einen regen Austausch mit den Besuchern, zu dem auch ein schmackhaftes, typisch russisches Gericht („Plow“), gereicht wurde.
AUFBRUCH C fordert die Reaktivierung der Bahnstrecke Lemgo – Barntrup

AUFBRUCH C fordert die Reaktivierung der Bahnstrecke Lemgo – Barntrup

Aus den Städten und Gemeinden des lippischen Ostens haben viele ihre Arbeitsplätze in anderen Orten in Lippe und darüber hinaus. Diese Menschen benötigen dringend die Reaktivierung der „Begatalbahn“. Die Pendlerrechnung von IT NRW (siehe Quellenverweise unten) belegt für diese Region die Pendlerströme. Die Anbindung an das überregionale Bahnnetz würde die Region attraktiver machen und stellt eine aktive Förderung dar. Von der FH-Lippe wurde diese Strecke als Pilotprojekt für Taxi-Züge ins Gespräch gebracht.
AUFBRUCH C Lippe fördert den Bahn-, Bus- und Radverkehr im Kreis Lippe.
Quellenhinweise:
Die Rente ist sicher (?)

Die Rente ist sicher (?)

Einige kennen vielleicht noch den Slogan von Norbert Blüm: „Die Renten sind sicher!“ Aber die Zeiten haben sich geändert. Das Schlagwort „Altersarmut“ fällt in den Medien und im realen Alltag immer öfter.

Wir alle haben doch auch schon ältere Mitbürger beobachtet wenn sie Pfandflaschen sammeln. Oder kennen persönlich einen Rentner der mit „wenig Geld“ auskommen muss – oder auf eine Aufbesserung angewiesen ist indem er Einkaufswagen in den Supermärkten sortiert. Der Gesetzgeber hat das Problem zwar gesehen, versucht es aber mit der „Privaten Rentenversicherung“ zu lösen. Wie in so vielen anderen Bereichen der Daseinsvorsorge soll die Wirtschaft das Problem lösen. Aber die verschiedenen privaten Rentenmodelle sind bisher nicht besonders erfolgreich. Dies ist ja auch leicht nachvollziehbar, denn selbstverständlich engagiert sich „Die Wirtschaft“ nur, wenn auch mit Gewinnen zu rechnen ist.

Hinzu kommt: wer ohnehin schon wenig verdient, hat nicht noch Geld für eine private Rentenversicherung übrig. So wird sich das Problem der zukünftig leeren Rentenkasse nicht lösen lassen. Seit Jahren wird unserer staatliches Allgemeingut an die „Wirtschaft“ verkauft. Und die macht Gewinne damit. Das sind Gewinne, die eigentlich unserem Rentensystem zugeführt werden sollten. Zum Beispiel würden sich die Milliardeneinnahmen aus der Straßenmaut dazu anbieten.

Quelle Bild: 115225040 (lizensiert, Adobe Stock)
AUFBRUCH C unterstützt den Bürgermeisterkandidaten der CDU

AUFBRUCH C unterstützt den Bürgermeisterkandidaten der CDU

AUFBRUCH C, Lage

AUFBRUCH C hat sich in einer Fraktionssitzung dazu entschlossen, keinen eigenen Kandidaten zur Bürgermeisterwahl zu stellen und stattdessen den Kandidaten der CDU, Herrn Dr. Everding, zu unterstützen.

Ausschlaggebend war ein persönliches Gespräch zwischen dem Fraktionsvorsitzenden von AUFBRUCH C in Lage, Andreas Epp, mit Herrn Dr. Everding. „Wir hatten hinsichtlich der Politik für Lage viele übereinstimmende Positionen, weshalb letztlich die Unterstützung des CDU Kandidaten für uns den meisten Sinn ergibt“, so Andreas Epp. „Wir werden den Wahlkampf von Dr. Everding gerne unterstützen und empfehlen auch unseren Wählern, ihm ihre Stimme zu geben“.

Parteitag 2019 – Aufbruchstimmung für die Kommunalwahl 2020

Parteitag 2019 – Aufbruchstimmung für die Kommunalwahl 2020

Am vergangenen Samstag, den 9. März 2019, hielt die Partei „AUFBRUCH C“ in Lage ihren Parteitag ab.

Im Fokus stand dabei die Ausrichtung auf die Kommunalwahl 2020. Beschlossen wurde eine Neuausrichtung in der Öffentlichkeitsarbeit auch durch Nutzung moderner Marketinginstrumente, die Vereinfachung zur Aufnahme von neuen Mitgliedern, sowie Anpassungen beim Programm und im Wertemanifest. Ziel ist es, dass sich mehr potentielle Wähler angesprochen fühlen und die Wahlergebnisse aus der letzten Kommunalwahl in Lage und Detmold übertroffen werden.

Zudem haben die Ergebnisse der letzten Landtagswahl dazu ermutigt, in weiteren Städten und Gemeinden wie zum Beispiel in Bad Salzuflen oder auch Augustdorf anzutreten. Es wurde entschieden, sich bis Sommer 2020 auf die Region Lippe zu fokussieren und die bundesweiten Aktivitäten zurück zu stellen.
Intensiv will man sich auch bemühen, mehr Jugendliche und Frauen für die Mitarbeit zu gewinnen und dazu einladen, gerne eigene Gedanken und persönliche Motivation für politische Arbeit einzubringen.

In der turnusgemäß stattfindenden Vorstandswahl wurden diesmal auch Aufgabenbereiche definiert. Zum geschäftsführenden Vorstand wurde Jens Köhler gewählt und damit im Amt bestätigt. Erster Stellvertreter ist weiter Andreas Epp, Fraktionsvorsitzender und Stadtrat in Lage, der in dieser Position insbesondere für die operative Ratsarbeit wertvolle Impulse setzen soll. Neu im Vorstand als zweiter Stellvertreter ist Claus Preuss, Unternehmer aus Bad Salzuflen, der das Ressort „Öffentlichkeitsarbeit“ übernimmt.
Zu Beisitzern des Vorstands gewählt wurden Dr. Ditmar Teschke und Harry Rein.

Bild (von links)
Dr. Teschke, C. Preuss, A. Epp, J. Köhler, H. Rein

Diesel Fahrverbote – Populismus oder Erfolgsrezept?

Diesel Fahrverbote – Populismus oder Erfolgsrezept?

Seit Jahrzehnten ist bekannt, dass bei einer Verbrennung mit Luftsauerstoff Stickstoffoxide (NOx) entstehen. So entsteht NOx in hoher Konzentration beim Rauchen, beim Kochen auf einem Gasherd, beim Abbrennen von Kerzen und auch beim Fahren eines Fahrzeuges mit Verbrennungsmotor (auch wenn es einen Benzinmotor hat). Helfen Dieselfahrverbote tatsächlich Atemwegserkrankungen zu vermeiden?

Wenn man sich die politischen Diskussionen der letzten Monate anhört, scheint es nur noch eine Lösung zu geben: Elektromobilität

Damit Elektroautos ihrem (sauberen) Ruf gerecht werden und den Verbrennungsmotor ersetzen können, müssen allerdings noch einige Bedingungen erfüllt werden:

  • Der Strom muss ökologisch erzeugt sein
  • Die Batterien müssen umweltunschädlich produziert sein und recycelt werden können
  • Es müssen genügend Ladestationen vorhanden sein
  • Die Reichweite sollte vergleichbar sein
  • Die Fahrzeuge müssen auch von Menschen mit kleinem Einkommen finanzierbar sein

Gibt es bis dahin „nurdas Dieselfahrverbot, um unsere Gesundheit zu schützen? Ist es nicht stattdessen an der Zeit, über sinnvolle flankierende Maßnahmen nachzudenken und diese auch umzusetzen?

Um nur einige zu nennen:

  • Intelligente Verkehrsführung, die Brems- und Beschleunigungsvorgänge reduziert, was geringere NOx, CO2 und Feinstaubemissionen zur Folge hätte
  • Ausbau des ÖPNV
  • Verlagerung des Transports von der Straße auf die Schiene
  • Verbot von Billigflügen
  • Geschwindigkeitsbegrenzungen

In den letzten Tagen zweifelten Herr Prof. Köhler (Lungenfacharzt) und über 100 weitere seiner Kollegen unter fachwissenschaftlichen Aspekten die Grenzwertsetzung an und forderten neue Untersuchungen.

Dr. Franz Rohrer kommt in der Jülicher Studie zu folgendem Schluss: „Selbst wenn man alle Diesel-PKW in Köln von der Straße holt, lässt sich der NOx am Clevischen Ring dadurch vermutlich nur um 15 Prozent senken. Das wäre viel zu wenig, um den EU-Grenzwert dort einzuhalten.“

Dienen Grenzwertsetzungen und Fahrverbote nur der Automobilindustrie? Nachdem festgestellt wurde, dass die Abgase der Verbrennungsmotoren für Menschen schädlich sind (was sicherlich zutreffend ist) wird die Elektromobilität forciert. Wird in einigen Jahrzehnten festgestellt, dass Elektroautos, insbesondere die Batterien, ökologisch nicht nachhaltig produziert, betrieben und entsorgt werden können – kommt man (erst) dann endlich zum umweltneutralen Fahrzeug?

Jeremy Rifkin beschrieb schon 1982 in seinem Buch „Entropie“, dass wir uns im Frühstadium einer historischen Wende befinden, die sich weg von fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Energiequellen orientiert. Mit den Energiequellen Sonne, Wind und Wasser lässt sich Wasser zu den Gasen Wasserstoff und Sauerstoff elektrolysieren, die dann wieder zu Wasser verbrannt werden können. Weshalb geht die Entwicklung der wasserstoffbetriebenen Fahrzeuge und der Aufbau eines Netzes von Wasserstofftankstellen so schleppend voran? Wasserdampf als Verbrennungsprodukt ist nun wirklich nicht als gesundheitsschädlich einzustufen.

Unabhängig von der wissenschaftlich-technischen Diskussion bleibt die Frage der Verantwortung für den Betrieb jüngerer Dieselfahrzeuge. Die Fahrzeuge sind vom Kraftfahrtbundesamt unter definierten Voraussetzungen für den Straßenverkehr zugelassen. Wenn ein Automobilhersteller die Zulassungsvoraussetzungen bewusst manipuliert und der Betrieb des Fahrzeugs dadurch eingeschränkt wird, ist der Hersteller dafür in vollem Umfang haftbar zu machen. Muss der Käufer, der ein Fahrzeug unter falschen Voraussetzungen gekauft hat, den finanziellen Verlust, der durch die eingeschränkte Betriebserlaubnis entstanden ist, einfach so hinnehmen? In welchem Rechtsstaat leben wir, wenn der Geschädigte den Schaden selbst zu tragen hat?

Auf welchem Stern lebt unser Verkehrsminister Herr Scheuer, wenn er davon ausgeht, dass das Problem sich durch Erneuerung der Flotte lösen lässt? Weiß er nicht (mehr), dass viele Menschen lange auf ein neues Auto sparen müssen? Andere können sich gar kein neues Auto leisten!

Eine Antriebstechnologie, die auf Verbrennungsmotoren basiert ist sicher nicht unkritisch und nur noch eine vorübergehende Lösung. Jedoch sprechen die derzeitigen Daten und Fakten nicht dafür, dass es sofortige Fahrverbote geben muss.

Fahrverbote, die sich auf Diesel-Fahrzeuge beschränken, ignorieren die CO2 Problematik. Vielmehr sollten flankierende Maßnahmen ergriffen werden, die kurzfristig umsetzbar sind (s. o.).

Liegen die Konzepte für den Wasserstoffantrieb nicht schon viel zu lange in den Schubladen der Automobilindustrie?

AUFBRUCH C plädiert dafür, dass neue, wirklich umweltneutrale Antriebe zügig entwickelt und auch gefördert werden – und die nötige Infrastruktur dazu bereitgestellt wird.

Quelle Beitragsbild: Adobe Stock, K.-U- Häßler

Über den Umgang mit Regenwasser

Über den Umgang mit Regenwasser

Dass Regenwasser für die Natur und die Menschen ein Segen ist, kann von jedem nachvollzogen werden. Ohne Wasser stirbt jedes Leben. In großen Mengen wird Wasser allerdings zu einer Gefahr, die Verwüstung und Tod bringen kann. Deshalb sind die Menschen in der Verpflichtung, mit Regenwasser verantwortungsvoll und nachhaltig umzugehen.

Regenwasser ist kein Abwasser

„Regen bringt Segen“, so ist ein Ratgeber der Stadt Karlsruhe überschrieben. Sind wir uns dessen noch bewusst, dass Regenwasser kein Abwasser ist, welches so schnell wie möglich, meistens über Rohrleitungen, entsorgt werden muss? Die Ableitung des Regenwassers über Rohrsysteme war jedenfalls die gängige Praxis der vergangenen Jahrzehnte. Wir müssen uns dringend die Frage stellen, ob diese Vorgehensweise, besonders unter Berücksichtigung der veränderten Klima- und Wetterlage, noch zeitgemäß ist.

Experten gehen davon aus, dass sich durch die globale Erderwärmung das Klima und auch die Wetterereignisse ändern. So sind mehr Hitze- und Dürreperioden zu erwarten. Gleichzeitig nimmt die Häufigkeit des Starkregens zu (Umweltbundesamt 2018). Kann das Problem dadurch gelöst werden, indem Kanäle mit größerem Durchmesser gebaut werden? Das würde das Problem nur in tiefer gelegene Gebiete verlagern. Eine nachhaltige Lösung heißt Regenwasserbewirtschaftung. Es müssen Entwässerungssysteme gebaut werden, die dem Anspruch der Nachhaltigkeit gerecht werden.

Im folgenden sollen Projekte aus verschiedenen Städten und Gemeinden vorgestellt werden, die den Anspruch der Nachhaltigkeit erfüllen:

1. Versickerung auf wasserdurchlässigem Boden

Grundstücke sollten so gestaltet werden, dass das Regenwasser in Mulden oder Entwässerungssysteme geleitet wird. Flächen sollten entsiegelt werden, um den Oberflächenabfluss zu reduzieren. → Grundwasserbildung

2. Dachbegrünung

Begrünte Dächer sorgen dafür, dass das Regenwasser zum Teil die Dachrinne nicht erreicht. → Verbesserung des Kleinklimas

3. Mulden – Rigolen

Regenwasser wird über Mulden mit geringer Fließgeschwindigkeit abgeleitet und das Restwasser wird in Rigolen zur Versickerung gebracht. → Grundwasserbildung

4. Renaturierte Oberflächengewässer

Der Rückbau von Gewässern hat einen großen ökologischen Nutzen für die Tier- und Pflanzenwelt. Nachdem die Seitenbefestigung des Gewässers entfernt worden ist und natürliche Hindernisse eingebaut wurden, kann das Wasser mit geringer Geschwindigkeit abfließen und versickern.→ Lebensräume für Tiere und Pflanzen, Grundwasserbildung

5. Auffangen von Regenwasser

Das Auffangen von Regenwasser in Zisternen oder Regenwassertonnen bietet den Vorteil, dass auch in Hitzeperioden Wasser zur Grundstücksbewässerung zur Verfügung steht und nicht aufwändig aufbereitetes Trinkwasser genutzt werden muss.

 

Die oben beschriebenen Maßnahmen bieten viele Vorteile für Mensch und Natur. In Detmold scheint dieser Umdenkprozess noch nicht stattgefunden zu haben (von wenigen Projekten abgesehen, die wohl mehr als pressewirksam angesehen werden können und nicht als flächendeckendes Konzept).

So soll im Winkelweg die Straße aufgerissen werden (ohne zwingende Notwendigkeit) und ein Regenwasserkanal auf versickerungsfähigem Grund gegen den Willen der Anwohner gebaut werden. Um zu dokumentieren, dass Nachhaltigkeit und der Wille der Anwohner keine Rolle spielen? Eine Entwässerung, die viele Jahrzehnte funktioniert hat und den Anwohnern genügt hat, soll nun nicht mehr brauchbar sein?

Detmold sollte sich einen Namen mit nachhaltigen Umweltkonzepten machen und im Sinne der Bürgerbeteiligung das Votum der Anwohner ernst nehmen. AUFBRUCH C fordert den Rat der Stadt Detmold auf, Regenwasser als kostbares Gut zu betrachten und zu behandeln und in den Stadtrandgebieten eine Ableitung zu präferieren, die nicht über Rohrsysteme führt, wenn die Bodenverhältnisse es zulassen!

Regen bringt Segen!

 

Leben und lernen in einer Welt künstlicher Intelligenz

Leben und lernen in einer Welt künstlicher Intelligenz

Wird der Mensch überflüssig? Ein Blick auf die Gesellschaft und die Konsequenzen in der Bildung.

Bildung, Schule und Erziehung soll unsere Kinder möglichst “gut” auf ein erfolgreiches Leben in der immer komplexer werdende Welt vorbereiten, die zunehmend technisch geprägt ist.

Es wird immer schwieriger sich einen Überblick zu verschaffen, welche Berufe es denn überhaupt gibt und welche Betätigungsfelder in Zukunft überhaupt noch existieren werden.

Menschen ohne sinnstiftende Betätigungsmöglichkeiten stehen in der Gefahr zu zerbrechen.

Differenzierung in allen Bereichen – Anforderungen und Möglichkeiten

Die Leistungsanforderungen sind durch die fortschreitende Perfektionierung und Zertifizierung der Abläufe in allen Bereichen stark angestiegen. Es werden immer mehr tiefgreifend ausgebildete Akademiker, Erfinder, Fachkräfte und exzellente Handwerker gebraucht.

Andererseits sind Berufe, die früher “brotlos” waren, tragfähig geworden. Man kann Profi-Fußballer und Musiker im Staatsensemble werden. Möglicherweise haben diese Berufe sogar mehr Zukunft als “bodenständige” Berufe.

Die Digitalisierung und Mechanisierung eliminiert durch zunehmend autonome Roboter manuelle Arbeit in weiten Bereichen. Das ist eigentlich sehr wünschenswert solange es sich um Knochenarbeit handelt.

Nun wollen diese Maschinen weiterhin erfunden, gewartet, korrekt bedient  … und manchmal sogar repariert werden – besser aber durch eine noch neuere, komplexere und kompetentere Maschine ersetzt werden. Wie kompetent werden diese Maschinen werden? Stehen wir vor dem Ende der Ära des Menschen?

Denn der einzige, der sich nicht mehr recht optimieren lässt, scheint der Mensch zu sein. Manche globalen Probleme haben sich ein wenig verbessert – dafür sind neue hinzugekommen. Die Geschichte lehrt uns, dass wir immer wieder die gleichen allzu menschlichen Fehler machen.

Welche Eltern möchten nicht, dass ihr Kind sozialkompetent, immer freundlich und möglichst so intelligent wie Einstein ist?

Vielleicht kann man ja demnächst nachhelfen und hier und da durch den Zukauf des einen oder anderen Gens ein wenig optimieren. Dann bleibt den Kindern möglicherweise auch die eine oder andere Art von Krebs erspart – oder man kann sie mit Hilfe von künstlicher Intelligenz gleich noch heilen.

Im Ernst, Ärzten werden zunehmend komplexe Daten zu den Patienten angeboten, die man erst einmal verarbeiten können muss. Zudem sollte man natürlich den Überblick über die ganzen Therapiemöglichkeiten behalten und am Ende eine bessere Therapie vorschlagen, als diejenige, die der online vernetzte Patient aus “dem Internet” gezogen hat.

Anforderungen, die selbst den Musterschüler mit Abi 1.0 überfordern.

Die kognitiven Fähigkeiten des Menschen haben sich aber sehr wahrscheinlich nicht wesentlich verändert. Die technische Entwicklung hingegen schreitet immer weiter fort. Nach dem bekannten Moorschen Gesetz nimmt die Leistung von Computersystemen exponentiell zu. Das heißt, dass die Systeme von heute in 10 Jahren 100 mal besser, umfangreicher und schneller sein könnten und wahrscheinlich auch sein werden.

Beim Schach spielen hat der Mensch schon seit vielen Jahren gegen den Computer keine Chance mehr.

Heute gibt es kein strategisches Szenario mehr, in dem Mann oder Frau eine Chance hat. Künstlich intelligente Systeme (KIs) können heute an einem Tag in spezifischen Bereichen nahezu selbsttätig so viel “lernen”, dass es die Kompetenz der meisten Menschen übersteigt. Zudem kann dieses Wissen in sehr kurzer Zeit an alle anderen Computersysteme verteilt werden. Wenn jeder Fahrschüler tendenziell immer wieder die gleichen Anfänger-Fehler macht, passiert dies einem autonomen Fahrzeug kaum.

Hier könnte man als Lehrer schon eifersüchtig werden … oder sollte man sich vielleicht begründete Sorgen machen?

Ulrich Eberl schreibt in seinem Buch “Smarte Maschinen – Wie künstliche Intelligenz unser Leben verändert”:

Die Maschinen sind erwacht. Sie fahren selbständig Auto, lernen kochen und kellnern, malen und musizieren, denken und debattieren. Manche übertreffen uns bereits: sie stellen bessere Diagnosen als Ärzte, beherrschen 20 Sprachen und erkennen technische Probleme, noch bevor eine Turbine ausfällt. Wohin führt das? Sind Roboter und smarte Computer ein Segen für die Menschheit oder eher eine Gefahr für Arbeitsplätze, Privatsphäre und Sicherheit?

Und was lernt der Mensch?

Der Geschichtsunterricht lehrt uns, dass es unter der Sonne nichts Neues gibt. Die Menschen machen die gleichen Fehler – immer wieder provozieren Egomanen oder Diktatoren Kriege, Bestechung zerstört Gesellschaftssysteme, Steuerhinterziehung überall.

Diese egozentrischen Verhaltensweisen kontrastieren und zerstören die auf der anderen Seite auftauchenden konstruktiven und liebevollen Bemühungen sozialaktiver Menschen, die sich bis zur Selbstaufgabe für die anderen hergeben. Besonders als Christen wünschen wir uns mehr Menschen von der letzten Sorte.

In diesem Zwiespalt lebt die Menschheit seit Anfang an. Jahrhunderte lang waren die Folgen nicht so weit greifend. Aber spätestens seit Erfindung der Atombombe sind die globalen Folgen der menschlichen Erfindungskunst klar erkennbar.

Es wird zunehmend wichtiger, dass sich jeder einzelne Erdenbürger an einen tragfähigen sozialen Kodex hält. Es wird immer wichtiger, dass sich der Mensch – und zwar jeder für sich – nach dem Grundsatz verhält: tue keinem an, was du für dich selber nicht wünscht. Aus christlicher Perspektive – Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.

Dann fehlt „nur“ noch die Erkenntnis, dass diese Welt einzigartig ist und dass es weit und breit für Lichtjahre an Entfernung keine andere Welt gibt. Was auch immer wir uns auf dieser Erde an Problemen zulegen wird uns erhalten bleiben und davor Weglaufen wird nicht möglich sein. Die Freiheit die der Mensch bekommen hat geht so weit, dass wir es wohl hinbekommen könnten uns gleich selbst abzuschaffen. Kein Wunder, viele haben auch Gott schon längst abgeschafft und hinterfragen auch nicht mehr, woher der Mensch kommt, und wer die komplexesten Maschinen und Abläufe überhaupt konzipiert hat. Und das sind die Systeme und Prozesse die im menschlichen Körper arbeiten und deren Herkunft kein Wissenschaftler ernsthaft erklären kann.

Zusammengefasst ergibt sich – ob man nun Gott anerkennt oder nicht – dass in zunehmendem Maße die Menschen – jeder für sich – lernen muss, verantwortungsvoll mit dieser Welt umzugehen, der Natur, den Menschen und Tieren die hier leben. Christen nennen genau dies alles „Schöpfung“.

Kann man lernen sich so zu verhalten ?

Kann man liebevolles Handeln an die nächste Generation weiterreichen ?

Kann es die Schule alleine schaffen, die Kinder dahingehend zu erziehen ?

Soziale Intelligenz und liebevolles Handeln

Genau an dieser Stelle liegt auch der klaffende Unterschied zwischen KI und dem Menschen.

Ein elektronischer Banker verkauft ohne mit der Wimper zu zucken tausende von Menschen in die Armut. Ein autonomer Kampfroboter oder Drohne berechnet die Ziele sehr präzise und trifft hervorragend.

Mit der sozialen Kompetenz der künstlichen Systeme ist es offensichtlich nicht weit her.

Hier und da sieht man bei kaltherzigen Menschen und Idealisten, die die Idee über den Wert des einzigartigen individuellen Menschen stellen, dass es Menschen gibt, die auf dieser Ebene leider nicht viel gelernt haben. Möglicherweise haben sie tatsächlich eine eingeschränkte Wahrnehmungsfähigkeit und sollten verantwortungsvolle Positionen ohne ausreichende soziale Kompetenz nicht einnehmen dürfen.

Aber die meisten Menschen sind in der Lage im Laufe ihres Lebens zu lernen, was man anderen Menschen und der Welt antun darf … und auch, was man unbedingt lassen sollte.

Dies hat dazu geführt, dass Schule zunehmend versucht dem Wissen lebensnahe Kompetenzen hinzuzufügen:

-Selbstständig relevante Informationen sammeln können

-bewerten lernen

-eigene Standpunkte ergreifen

-Konsequenzen ziehen können

-nachhaltige Entscheidungen treffen und umsetzen.

Gerade bei diesem Punkt muss das gesamte Bildungssystem in Zukunft extrem zulegen.

Es werden Menschen gebraucht, die an das in bedrohlich zunehmendem Maße geforderte Fachwissen die notwendige Liebe anknüpfen können und auch willens sind, dies auch umzusetzen.

 Dieses große Projekt können Eltern, Kindergärten, Schulen und das gesamte Bildungssystem nur gemeinsam schultern.

So sehr man sich einen allwissenden Präsidenten oder Kanzler wünscht, der für alle “die gute Entscheidung” trifft – es gibt sie nicht – die einfache gute Lösung.

Es muss sich schon jeder selbst auf den Weg machen, die Welt mit den notwendigen liebevollen und hoffentlich guten Entscheidungen zu füllen.

Machen wir einen Anfang bevor es zu spät ist.

für AUFBRUCH C

Dr. Ditmar Teschke

Diskussion: Reiches oder armes Deutschland?

Diskussion: Reiches oder armes Deutschland?

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In einer unserer letzten AUFBRUCH C Publikationen stand, Deutschland wäre ein reiches Land. Dem wurde teilweise widersprochen. Deutschland sei keinesfalls reich, es gehe im Gegenteil ja vielen schlecht.

Was versteht man unter „Reichtum“? Was ist überhaupt ein „reiches“ Land?

Ein paar Vorbemerkungen:

  • Deutschland ist die größte Volkswirtschaft Europas
  • Deutschland hat weltweit die drittmeisten Millionäre
  • Deutschland liegt auf Platz 15 der Länder mit den größten Währungsreserven weltweit

Klingt nach einem reichen Land, oder?

  • Deutschland hat weltweit die zweithöchste Steuerbelastung für die Bürger (nach OECD)
  • Deutschland hat eine hohe Staatsverschuldung (Nr. 57 in der Welt relativ zum BIP)

Klingt nach einem armen Land, oder?

Ihre Meinung interessiert uns!

Was wird hier noch nicht berücksichtigt? Woran zeigt sich für die Menschen die hier leben der Reichtum oder die Armut unseres Landes?

Wie sehen Sie das? Wir freuen uns über Ihre Beiträge.

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Das Team von

AUFBRUCH C