Kategorie: Hingeschaut

Leben und lernen in einer Welt künstlicher Intelligenz

Leben und lernen in einer Welt künstlicher Intelligenz

Wird der Mensch überflüssig? Ein Blick auf die Gesellschaft und die Konsequenzen in der Bildung.

Bildung, Schule und Erziehung soll unsere Kinder möglichst “gut” auf ein erfolgreiches Leben in der immer komplexer werdende Welt vorbereiten, die zunehmend technisch geprägt ist.

Es wird immer schwieriger sich einen Überblick zu verschaffen, welche Berufe es denn überhaupt gibt und welche Betätigungsfelder in Zukunft überhaupt noch existieren werden.

Menschen ohne sinnstiftende Betätigungsmöglichkeiten stehen in der Gefahr zu zerbrechen.

Differenzierung in allen Bereichen – Anforderungen und Möglichkeiten

Die Leistungsanforderungen sind durch die fortschreitende Perfektionierung und Zertifizierung der Abläufe in allen Bereichen stark angestiegen. Es werden immer mehr tiefgreifend ausgebildete Akademiker, Erfinder, Fachkräfte und exzellente Handwerker gebraucht.

Andererseits sind Berufe, die früher “brotlos” waren, tragfähig geworden. Man kann Profi-Fußballer und Musiker im Staatsensemble werden. Möglicherweise haben diese Berufe sogar mehr Zukunft als “bodenständige” Berufe.

Die Digitalisierung und Mechanisierung eliminiert durch zunehmend autonome Roboter manuelle Arbeit in weiten Bereichen. Das ist eigentlich sehr wünschenswert solange es sich um Knochenarbeit handelt.

Nun wollen diese Maschinen weiterhin erfunden, gewartet, korrekt bedient  … und manchmal sogar repariert werden – besser aber durch eine noch neuere, komplexere und kompetentere Maschine ersetzt werden. Wie kompetent werden diese Maschinen werden? Stehen wir vor dem Ende der Ära des Menschen?

Denn der einzige, der sich nicht mehr recht optimieren lässt, scheint der Mensch zu sein. Manche globalen Probleme haben sich ein wenig verbessert – dafür sind neue hinzugekommen. Die Geschichte lehrt uns, dass wir immer wieder die gleichen allzu menschlichen Fehler machen.

Welche Eltern möchten nicht, dass ihr Kind sozialkompetent, immer freundlich und möglichst so intelligent wie Einstein ist?

Vielleicht kann man ja demnächst nachhelfen und hier und da durch den Zukauf des einen oder anderen Gens ein wenig optimieren. Dann bleibt den Kindern möglicherweise auch die eine oder andere Art von Krebs erspart – oder man kann sie mit Hilfe von künstlicher Intelligenz gleich noch heilen.

Im Ernst, Ärzten werden zunehmend komplexe Daten zu den Patienten angeboten, die man erst einmal verarbeiten können muss. Zudem sollte man natürlich den Überblick über die ganzen Therapiemöglichkeiten behalten und am Ende eine bessere Therapie vorschlagen, als diejenige, die der online vernetzte Patient aus “dem Internet” gezogen hat.

Anforderungen, die selbst den Musterschüler mit Abi 1.0 überfordern.

Die kognitiven Fähigkeiten des Menschen haben sich aber sehr wahrscheinlich nicht wesentlich verändert. Die technische Entwicklung hingegen schreitet immer weiter fort. Nach dem bekannten Moorschen Gesetz nimmt die Leistung von Computersystemen exponentiell zu. Das heißt, dass die Systeme von heute in 10 Jahren 100 mal besser, umfangreicher und schneller sein könnten und wahrscheinlich auch sein werden.

Beim Schach spielen hat der Mensch schon seit vielen Jahren gegen den Computer keine Chance mehr.

Heute gibt es kein strategisches Szenario mehr, in dem Mann oder Frau eine Chance hat. Künstlich intelligente Systeme (KIs) können heute an einem Tag in spezifischen Bereichen nahezu selbsttätig so viel “lernen”, dass es die Kompetenz der meisten Menschen übersteigt. Zudem kann dieses Wissen in sehr kurzer Zeit an alle anderen Computersysteme verteilt werden. Wenn jeder Fahrschüler tendenziell immer wieder die gleichen Anfänger-Fehler macht, passiert dies einem autonomen Fahrzeug kaum.

Hier könnte man als Lehrer schon eifersüchtig werden … oder sollte man sich vielleicht begründete Sorgen machen?

Ulrich Eberl schreibt in seinem Buch “Smarte Maschinen – Wie künstliche Intelligenz unser Leben verändert”:

Die Maschinen sind erwacht. Sie fahren selbständig Auto, lernen kochen und kellnern, malen und musizieren, denken und debattieren. Manche übertreffen uns bereits: sie stellen bessere Diagnosen als Ärzte, beherrschen 20 Sprachen und erkennen technische Probleme, noch bevor eine Turbine ausfällt. Wohin führt das? Sind Roboter und smarte Computer ein Segen für die Menschheit oder eher eine Gefahr für Arbeitsplätze, Privatsphäre und Sicherheit?

Und was lernt der Mensch?

Der Geschichtsunterricht lehrt uns, dass es unter der Sonne nichts Neues gibt. Die Menschen machen die gleichen Fehler – immer wieder provozieren Egomanen oder Diktatoren Kriege, Bestechung zerstört Gesellschaftssysteme, Steuerhinterziehung überall.

Diese egozentrischen Verhaltensweisen kontrastieren und zerstören die auf der anderen Seite auftauchenden konstruktiven und liebevollen Bemühungen sozialaktiver Menschen, die sich bis zur Selbstaufgabe für die anderen hergeben. Besonders als Christen wünschen wir uns mehr Menschen von der letzten Sorte.

In diesem Zwiespalt lebt die Menschheit seit Anfang an. Jahrhunderte lang waren die Folgen nicht so weit greifend. Aber spätestens seit Erfindung der Atombombe sind die globalen Folgen der menschlichen Erfindungskunst klar erkennbar.

Es wird zunehmend wichtiger, dass sich jeder einzelne Erdenbürger an einen tragfähigen sozialen Kodex hält. Es wird immer wichtiger, dass sich der Mensch – und zwar jeder für sich – nach dem Grundsatz verhält: tue keinem an, was du für dich selber nicht wünscht. Aus christlicher Perspektive – Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.

Dann fehlt „nur“ noch die Erkenntnis, dass diese Welt einzigartig ist und dass es weit und breit für Lichtjahre an Entfernung keine andere Welt gibt. Was auch immer wir uns auf dieser Erde an Problemen zulegen wird uns erhalten bleiben und davor Weglaufen wird nicht möglich sein. Die Freiheit die der Mensch bekommen hat geht so weit, dass wir es wohl hinbekommen könnten uns gleich selbst abzuschaffen. Kein Wunder, viele haben auch Gott schon längst abgeschafft und hinterfragen auch nicht mehr, woher der Mensch kommt, und wer die komplexesten Maschinen und Abläufe überhaupt konzipiert hat. Und das sind die Systeme und Prozesse die im menschlichen Körper arbeiten und deren Herkunft kein Wissenschaftler ernsthaft erklären kann.

Zusammengefasst ergibt sich – ob man nun Gott anerkennt oder nicht – dass in zunehmendem Maße die Menschen – jeder für sich – lernen muss, verantwortungsvoll mit dieser Welt umzugehen, der Natur, den Menschen und Tieren die hier leben. Christen nennen genau dies alles „Schöpfung“.

Kann man lernen sich so zu verhalten ?

Kann man liebevolles Handeln an die nächste Generation weiterreichen ?

Kann es die Schule alleine schaffen, die Kinder dahingehend zu erziehen ?

Soziale Intelligenz und liebevolles Handeln

Genau an dieser Stelle liegt auch der klaffende Unterschied zwischen KI und dem Menschen.

Ein elektronischer Banker verkauft ohne mit der Wimper zu zucken tausende von Menschen in die Armut. Ein autonomer Kampfroboter oder Drohne berechnet die Ziele sehr präzise und trifft hervorragend.

Mit der sozialen Kompetenz der künstlichen Systeme ist es offensichtlich nicht weit her.

Hier und da sieht man bei kaltherzigen Menschen und Idealisten, die die Idee über den Wert des einzigartigen individuellen Menschen stellen, dass es Menschen gibt, die auf dieser Ebene leider nicht viel gelernt haben. Möglicherweise haben sie tatsächlich eine eingeschränkte Wahrnehmungsfähigkeit und sollten verantwortungsvolle Positionen ohne ausreichende soziale Kompetenz nicht einnehmen dürfen.

Aber die meisten Menschen sind in der Lage im Laufe ihres Lebens zu lernen, was man anderen Menschen und der Welt antun darf … und auch, was man unbedingt lassen sollte.

Dies hat dazu geführt, dass Schule zunehmend versucht dem Wissen lebensnahe Kompetenzen hinzuzufügen:

-Selbstständig relevante Informationen sammeln können

-bewerten lernen

-eigene Standpunkte ergreifen

-Konsequenzen ziehen können

-nachhaltige Entscheidungen treffen und umsetzen.

Gerade bei diesem Punkt muss das gesamte Bildungssystem in Zukunft extrem zulegen.

Es werden Menschen gebraucht, die an das in bedrohlich zunehmendem Maße geforderte Fachwissen die notwendige Liebe anknüpfen können und auch willens sind, dies auch umzusetzen.

 Dieses große Projekt können Eltern, Kindergärten, Schulen und das gesamte Bildungssystem nur gemeinsam schultern.

So sehr man sich einen allwissenden Präsidenten oder Kanzler wünscht, der für alle “die gute Entscheidung” trifft – es gibt sie nicht – die einfache gute Lösung.

Es muss sich schon jeder selbst auf den Weg machen, die Welt mit den notwendigen liebevollen und hoffentlich guten Entscheidungen zu füllen.

Machen wir einen Anfang bevor es zu spät ist.

für AUFBRUCH C

Dr. Ditmar Teschke

Wertevernichtendes Handeln – Teil 3

Wertevernichtendes Handeln – Teil 3

Liebe Freunde von AUFBRUCH C,

Es gibt Worte, die sind quasi aus unserer Zeit gefallen, gehören nicht mehr zum gebräuchlichen Wortschatz. Langeweile zum Beispiel. Wer sagt heute noch: mir ist langweilig? Dank Handy oder Tablet und Tausenden von Apps bekommen wir doch mediale Dauerbeschallung. 24 Stunden, fast überall.

Ein weiteres Wort – und damit zurück zur Politik – scheint ebenfalls nicht mehr nötig. Es resultiert aus einem vernünftigen Umgang miteinander, es hat etwas mit Beziehungen und gegenseitigem Respekt zu tun.

Höflichkeit

Politiker als Vorbilder für Höflichkeit sind heutzutage leider selten zu finden. Man wird schnell laut, persönlich oder lässt andere nicht ausreden. Kein Wunder also, dass dies negativ auf die Gesellschaft abfärbt. Das „Recht“ des Lauteren oder Stärkeren überwiegt. Ellenbogen statt Rücksicht.

Doch eine Portion Höflichkeit hilft oftmals schon, dem Gegenüber Respekt anzuzeigen und nimmt zudem auch den Wind aus den Segeln. Statt Volldampf voraus könnte man sich doch auch auf freundliche Weise an andere Meinungen herantasten.

Einfach mal ausprobieren. Höflichkeit macht Freude – und bringt Freunde.

Ihr

Claus Preuss

AUFBRUCH C

Öffentlichkeitsarbeit

Claus Preuss: Wertevernichtendes Handeln – Teil 2

Claus Preuss: Wertevernichtendes Handeln – Teil 2

Liebe Freunde von AUFBRUCH C,

im heutigen, zweiten Teil der Reihe, wollen wir uns damit beschäftigen, für welchen weiteren Wert wir in der politischen Arbeit beispielhaft stehen.

Es handelt sich um einen Wert, von dem die Bürger denken, dass er schon lange nicht mehr zur aktuellen Politik gehört.

Ein Teil der Politikverdrossenheit, und als Folge davon auch die Diskussion ob es überhaupt noch „Volksparteien“ gibt, ist wiederum dem Verlust eines christlichen Wertes zuzuordnen, nämlich

EHRLICHKEIT.

Man hat heute nicht mehr das Gefühl, dass die Bürger wissen was ihre Vertreter eigentlich hinter meist verschlossenen Türen entscheiden. Und auf welcher Basis. Vieles ist nicht mehr nachvollziehbar. Das liegt daran, dass Lobbyisten zu viel Einfluss nehmen können, dass hauptberufliche Politiker Nebenjobs in der Industrie haben und dadurch nicht wirklich neutral sein können.

All Ihr Juristen und anderen Akademiker in Berlin und den Landeshauptstädten: seid transparent und nennt uns ehrlich die Fakten, und vor allem: nehmt die Bürger ernst und kommt ins Gespräch mit ihnen um zu erfahren, was die Menschen wirklich bewegt!

Ihr,

Claus Preuss

AUFBRUCH C

Öffentlichkeitsarbeit

 

Claus Preuss: Wertevernichtendes Handeln – Teil 1

Claus Preuss: Wertevernichtendes Handeln – Teil 1

Liebe Freunde von AUFBRUCH C,

was passiert, wenn man sich nicht für den Erhalt der christlichen Werte einsetzt, ist derzeit fast täglich zu erleben.

Polizisten werden attackiert, friedliche Demonstranten niedergeschrien und beschimpft.

Was sind diese christlichen Werte die wir als AUFBRUCH C vertreten? Und wie machen sie sich in unserer Gesellschaft bemerkbar?

RESPEKT. Zum Beispiel.

Man muss in den Meinungen nicht immer übereinstimmen, aber wir sollten mindestens Respekt gegenüber unseren Mitmenschen haben. Schlechte Vorbilder sind populistische Politiker. Beschimpfungen, durchaus auch unterhalb der Gürtellinie, führen dazu, dass sich so mancher denkt: was die können das kann ich auch.

Folge: Egoismus, Rücksichtlosigkeit, mangelnder Respekt. Wir setzen uns dafür ein, dass wieder mehr Wert auf Gesprächskultur gelegt wird. Wie sagt schon das alte Sprichwort? Wie man in den Wald hineinschreit…

Hierzu in Kürze mehr.

Ihr,

Claus Preuss

AUFBRUCH C

Öffentlichkeitsarbeit

 

Ralf Ludwig: Gesetz & Christen

Ralf Ludwig: Gesetz & Christen

Der Auftrag des Staates / unsere Aufgaben als Christen gegenüber dem Staat

Glauben Sie auch, dass Christen, die sich in einer Partei engagieren das Ziel haben, einen Gottesstaat zu errichten? Dann werden Sie sich vielleicht nun wundern, dass dies keineswegs so ist. Im Gegenteil.

Da Christen sich an der Bibel als wichtige moralische und soziale Instanz orientieren, sind wir natürlich angehalten auch dann dort nachzulesen, wenn es um politische Fragen geht. Und was steht dort? Jeder soll sich der Regierung des Staates in dem er lebt unterordnen. Wer dies nicht glauben mag oder gerne nachlesen möchte: Römer 13, Verse 1-7.

Darum ist es zum Beispiel auch richtig, dass Steuern gezahlt werden müssen, damit der Staat seine Aufgaben erfüllen kann. Und wir können in Deutschland froh sein, dass unsere Regierung auf demokratischem Weg gewählt wird.

Als Christ möchte ich mich politisch in der Form engagieren, dass die staatliche Ordnung mit Ihren Gesetzen und Vorschriften auch mit den christlichen Werten in Einklang steht. Mit jedem Sitz mehr in einer Gemeinde oder einer Stadt können wir dem Establishment auch mehr auf die Finger schauen. Es geht um den Erhalt von Werten, in denen Menschlichkeit und soziale Gerechtigkeit von hoher Bedeutung sind. Eingebettet in die demokratischen, politischen Strukturen. Auch hier, in Bad Salzuflen.

Ihr Ralf Ludwig

AUFBRUCH C Stadtverband Bad Salzuflen

Claus Preuss: „Suche Haushaltshilfe – biete Minijob mit Anmeldung“

Claus Preuss: „Suche Haushaltshilfe – biete Minijob mit Anmeldung“

Ergebnis eines Selbstversuchs

„Familie sucht eine nette und zuverlässige Haushaltshilfe in Bad Salzuflen“

so lautete meine Annonce bei ebay Kleinanzeigen. Es trafen mehr als 20 Rückmeldungen ein. Meine Ergebnisse, die ich jetzt schon vorwegnehmen möchte:

  • 5% Männer, 95% Frauen.
  • Jeweils rund 50% mit deutschen Wurzeln, 50% Menschen anderer Nationalitäten.
  • 90% der eingehenden Nachrichten mit verständlichen Informationen
  • 10% der Nachrichten fielen in die Rubrik „Kurioses“ („Die Stelle ist doch in Bad Gander?“, oder Text beginnend mit: „Hallo, ich bin…“ und einen Tag später ohne Berücksichtigung meiner Antwort nochmals exakt der gleiche Text: „Hallo, ich bin…“, danach völlige Funkstille).

Das Wichtigste jedoch: Auf meine Nachfrage bei allen (ernsthaften) Kandidat(inn)en ob es denn in Ordnung wäre, diesen Job auch bei der Minijobzentrale anzumelden, lehnten 80% (!!) ab.

Mit anderen Worten: 80% aller die an dieser Stelle interessiert waren wollten das „privat“ machen.

Das versteht man unter Schwarzarbeit. https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzarbeit

Und das ist illegal.

Ich habe mich näher damit beschäftigt warum das so ist, wenn man diese Menschen also nicht einfach alle gleichsam verurteilt, stellt man durchaus fest, dass es verschiedene Beweggründe für so ein Handeln gibt.

  • Der eine macht dies, um seiner Familie im Ausland möglichst viel Geld zukommen zu lassen, da sie dort kein anderes Einkommen haben
  • Der andere, weil Hartz IV oder gar die Grundversorgung einfach nicht ausreichen und man die Kürzungen durch zusätzliche Einnahmen scheut
  • Wieder andere haben einen (Teilzeit-) Job mit Mindestlohn und bei Anmeldung eines Minijobs würden so viele Steuern abgezogen, dass man dafür einfach nicht arbeiten gehen will.
  • Und manche tun dies einfach, weil sie keine Lust haben Steuern zu bezahlen.

Für manche habe ich durchaus Verständnis. Hier ist die Regierung gefragt, für richtige Jobs und menschwürdige Entlohnung zu sorgen. Für alle anderen gilt: als möglicher Auftraggeber sollten Sie deutlich darauf hinweisen, dass dies strafbar ist. Und natürlich, die-/denjenigen nicht beauftragen.

Noch ein Hinweis – Was ist KEINE Schwarzarbeit:

Hilfeleistungen durch Angehörige oder Lebenspartner sowie Nachbarschaftshilfe oder Gefälligkeiten, wenn sie nicht nachhaltig auf Gewinnerzielung gerichtet sind.

Wenn also der Nachbar im Winter mal hilft, damit die Heizung wieder läuft, dann darf man ihm durchaus ein „Dankeschön“ zukommen lassen.

Mäht ein anderer Nachbar aber grundsätzlich die Wiesen für ältere Bewohner des Viertels und bekommt pro Stunde dafür 10 EUR „auf die Hand“, dann handelt es sich um die Absicht „nachhaltiger Gewinnerzielung“ – also Schwarzarbeit.

 

Bild: Adobe Stock, Holger Luck

Jonathan Fiedler: Stille Straßen

Jonathan Fiedler: Stille Straßen

Die WM 2018 in Russland hat vor kurzem begonnen. Das erste Spiel des deutschen Weltmeisters gegen Mexiko – eine schmerzliche Niederlage.

Doch die Überschrift für diesen Beitrag überlegte ich bereits nach der ersten Halbzeit – werde ich die hupenden Autos in den Straßen vermissen?

„Stille Straßen“ heißt es nach dem ersten Spiel unserer Mannschaft. Deutschland, der Weltmeister, eine sonst doch sichere und überlegene Truppe, an einem Punkt des Zweifels und der Unruhe.

Und ich überlege: spiegelt dieser verpatzte Auftakt die aktuelle Situation in der deutschen Gesellschaft wider? Zum Teil doch schon. Unser Land ist in diesen Tagen sehr angespannt.

Dinge wie Empörung über vermeintlich politisches Versagen, gesellschaftliche Spaltung, Kriminalität und Argwohn gegenüber allem fremd wirkenden ist allgegenwärtig.

Bisher habe ich die WM immer mit Freude begleitet. Nicht allein wegen des Interesses am Fußball. Sondern auch weil es  dem Land ein besonderes Gefühl gibt. Einheit!

Millionen Fans, Fußballbegeisterte oder einfach Deutsche, die in dieser medienintensiven Zeit der WM hinter ihrer Nationalmannschaft stehen und auch ihrem Land – Deutschland!

Schulter an Schulter, gemeinsam jubeln und feiern, ordentlich Stimmung und geteilte Gefühle.

Ein Ereignis, dass die Menschen eint, die Gesellschaft zusammenrücken lässt, fernab von politischer Aufruhr, Enttäuschung, Empörung und Meinungsverschiedenheiten – zumindest für 90 Minuten.

Ich wünsche mir, dass die Menschen eher auf das schauen was sie eint, als das, was sie trennt. Dies ist nun mal das, was Einheit ausmacht. Denn ohne diese Einheit verliert man unter Umständen nicht nur ein Fußballspiel.

Fußball scheint zumindest eine „neutrale“ Sache zu sein die dieses Land und all jene, die sich zumindest in diesem Sinne als Deutsche sehen, eint! Denn jeder will irgendwo ein Teil von etwas „Größerem“ sein.

Wünschen wir unserer Nationalmannschaft alles Gute und Erfolg für die weitere WM.

Einen Erfolg, den dieses Land in diesen Tagen vielleicht besonders braucht!

Ihr Jonathan Fiedler  (AUFBRUCH C; Stadtverband Bad Salzuflen)

Claus Preuss: 99 Gründe für mehr Digitalisierung

Claus Preuss: 99 Gründe für mehr Digitalisierung

Ein Bekannter bat mich neulich um Unterstützung bei einer Bewerbung. Er bezieht Arbeitslosengeld und das Arbeitsamt hatte ihn aufgefordert, sich bei einem großen deutschen Unternehmen zu bewerben. Das sollte man auch tun, immerhin droht sonst eine Kürzung der zur Verfügung gestellten Mittel.

Mein Erstaunen war groß als mein Bekannter sein Problem erklärte: das Arbeitsamt hatte ihm per Post einen Brief geschrieben, mit Hinweis auf den Arbeitgeber und einem Link (!) zum Internetportal des möglichen Arbeitgebers, wo er sich online bewerben sollte.

Typischerweise nutzt man einen Link dazu, per Knopfdruck schnellstens zur gewünschten Seite zu kommen, ein eher unmögliches Unterfangen wenn der Link per Post – und nicht über digitale Medien kommt.

Er versuchte es den Link auf seinem Rechner zu reproduzieren, hatte allerdings keinen Erfolg. Nun konnte ich recht schnell feststellen, dass sich hier bereits beim Fehler ergeben konnten, da mein (ausländischer) Bekannter den Unterschied zwischen einem Großbuchstaben „O“ und der Zahl „0“ nicht berücksichtigte. Einige Zeit später meldete er sich wieder, dass es leider noch immer nicht funktioniere, worauf ich mir die Sache dann doch näher anschaute. Der Link was sehr (!) lang, viele Zeichen und Zahlen. Es gehört schon viel Konzentration dazu, hier alles richtig abzuschreiben.

Kurzum, meine Frau und ich versuchten uns nun auch daran, indem wir uns den Link mit Groß- / Kleinbuchstaben und Zahlen gegenseitig vorlasen. Ergebnis: die Seite im Internet war nicht verfügbar. Nach einer halben Stunde gaben auch wir frustriert auf.

Doch meine Neugier war geweckt, so zählte ich nach, wie viele Zeichen dieser Link enthielt:

sage und schreibe 99 (!).

Für mich ist jedes einzelne Zeichen ein Grund, dass wir dringenden Nachholbedarf haben um endlich die Digitalisierung bei den Behörden voran zu treiben. In welchem Zeitalter leben wir denn wirklich, wenn man heute noch Links per Post verschickt?

 

Ihr

Claus Preuss  (AUFBRUCH C; Stadtverband Bad Salzuflen)